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Contribution Details

Type Master's Thesis
Scope Discipline-based scholarship
Title Gibt es die Konsensus Falle bei Analystenempfehlungen?
Organization Unit
Authors
  • Gabriel Meyer
Supervisors
  • Thorsten Hens
Language
  • German
Institution University of Zurich
Faculty Faculty of Economics, Business Administration and Information Technology
Number of Pages 60
Date January 2016
Abstract Text Die Forschungsfrage dieser Masterarbeit beschäftigt sich mit dem Zusammenhang der Streuung von Analystenempfehlungen und deren Erfolg. Geht eine tiefere Streuung der Analystenmeinungen mit einer höheren Aussagekraft und entsprechend mit einer stärkeren Preisreaktion für Empfehlungsänderungen einher? Oder ist eine hohe Übereinstimmung der Analysten ein Zeichen dafür, dass sie sich überschätzen und ihre Empfehlungen folglich weniger erfolgreich sind? In der Literatur lassen sich dazu zwei gegenteilige Meinungen finden. Auf der einen Seite existieren Theorien zu einem positiven Zusammenhang, welche unter dem Begriff Konsensus Falle behandelt werden. Die entgegengesetzte Sicht sieht in einer tieferen Streuung eine höhere Glaubwürdigkeit für eine Konsensempfehlung und damit einhergehend auch eine größere Wahrscheinlichkeit für deren Erfolg. Als Maß für diesen Erfolg wird im Rahmen dieser Arbeit die Aktienkursreaktion auf Empfehlungsänderungen für einen und 6 Monate verwendet (der sogenannte postrecommendation Drift). Und um die Einigkeit der Analysten abzuschätzen, wird die Standardabweichung der Analystenempfehlungen pro Unternehmen benutzt. Darauf aufbauend folgen zwei empirische Analysen. In einem ersten Schritt wird die Vorhersagekraft der Streuung von Analystenempfehlungen für deren Erfolg mittels Bildung von Portfolios untersucht, welche auf einer sogenannten Empfehlungs-Momentum Strategie aufbauen. Diese Methode dient auch als Basis für die Analyse einer Investment Strategie zum Abschluss. Mittels multipler Regressionsanalyse soll davor noch der Zusammenhang zwischen der Streuung und der Aktienkursreaktion kontrolliert für andere Variablen quantifiziert werden. Die Ergebnisse der Abhandlung kommen zum Schluss, dass insbesondere bei stark verbesserten Empfehlungsänderungen eine tiefere Streuung der Analystenempfehlungen zu einer höheren Aktienkursreaktion führt. Bei nur schwach positiven Empfehlungsänderungen gilt unter gewissen Gegebenheiten (vor allem für die Jahre 2000/2001) das Gegenteil und für negative Empfehlungsänderungen zeigt sich kein sehr klares Bild. Die Resultate sind jedoch unabhängig der angewandten Methode ausgeprägter für den Zeitraum vor der Regulierung Fair Disclosure der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) aus dem Jahr 2000. Zum Abschluss wird eine Investment Strategie erstellt, welche auf der Konsensempfehlungsänderung und der Streuung aufbaut und fähig ist eine kontinuierliche Outperformance nach Kosten zu erzielen.
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